Das Haus steht, das Budget ist aufgebraucht – und dann kommt die Rechnung für die Außenanlage. Kaum ein Posten wird beim Hausbau so unterschätzt wie der Garten. Wer die Kosten früh realistisch einplant, vermeidet den halbfertigen Garten, der über Jahre eine Baustelle bleibt. Hier bekommst du eine ehrliche Kostenaufstellung und die wichtigste Faustregel.
Die Faustregel: 10–15 % der Baukosten
Als grober Richtwert gelten 10–15 % der Hausbaukosten für die komplette Außenanlage. Bei einem Einfamilienhaus mit 400.000 € Baukosten sind das 40.000–60.000 €. Das klingt viel – umfasst aber alles: Erdarbeiten, Wege, Terrasse, Einfahrt, Zaun, Bepflanzung und Rasen. Wer clever plant und Eigenleistung einbringt, kommt günstiger weg.
Kostenaufstellung: die einzelnen Posten
Grobe Richtwerte für Österreich (2026) – stark abhängig von Material, Größe und Region:
| Gewerk | Richtpreis | Anmerkung |
|---|---|---|
| Erdarbeiten / Planie | 10–25 €/m² | Bodenlockerung, Mutterboden aufbringen |
| Terrasse | 80–250 €/m² | je nach Belag (Holz, Naturstein, Beton) |
| Einfahrt pflastern | 70–150 €/m² | inkl. Unterbau |
| Zaun / Sichtschutz | 80–250 €/lfm | Material entscheidet stark |
| Bepflanzung | je nach Plan | Gehölze, Stauden, Hecke |
| Rasen | 3–12 €/m² | Aussaat günstig, Rollrasen teurer |
Die häufigste Kostenfalle: alles auf einmal
Der teuerste Fehler ist, alles sofort machen zu wollen, wenn das Budget fehlt – oder umgekehrt, planlos anzufangen und später teuer nachzubessern. Die Lösung: ein Gesamtplan, der in Etappen umgesetzt wird.
Was zuerst, was kann warten?
- Sofort: Grobplanie, Terrasse, Wege, Einfahrt, Sichtschutz-Gehölze (damit sie wachsen).
- Kann warten: aufwändige Beete, Teich, Pool-Ausbau, Deko-Elemente.
- Zuletzt: Rasen – erst wenn die schweren Arbeiten erledigt sind.
Ein Gesamtkonzept mit Etappenplan ist beim Neubau die beste Investition: Du weißt, wohin die Reise geht, kaufst nichts doppelt und kannst das Budget über mehrere Jahre strecken – ohne dass der Garten je unfertig wirkt.
Wo du sparen kannst – und wo nicht
- Sparen: Eigenleistung bei Rasen, Bepflanzung und einfachen Wegen; Pflanzen in kleinerer Größe kaufen (wachsen nach).
- Nicht sparen: Bodenvorbereitung, Drainage, Unterbau von Terrasse und Einfahrt – Fehler hier kosten später ein Vielfaches.
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Häufige Fragen
Wie viel kostet die Außenanlage beim Neubau?
Als Faustregel gelten 10–15 % der Hausbaukosten. Bei einem Einfamilienhaus sind das oft 30.000–60.000 € für die komplette Außenanlage inklusive Erdarbeiten, Terrasse, Wegen, Zaun, Bepflanzung und Rasen. Mit Eigenleistung und Etappenplanung lässt sich das deutlich reduzieren.
Was kostet eine Terrasse beim Neubau?
Je nach Belag rechnet man mit etwa 80–250 €/m². Holz und einfacher Beton sind günstiger, hochwertiger Naturstein teurer. Der fachgerechte Unterbau ist Pflicht – hier zu sparen rächt sich.
Kann ich die Außenanlage in Etappen umsetzen?
Ja, und das ist bei knappem Budget sogar empfehlenswert. Wichtig ist ein Gesamtplan, damit die Etappen zusammenpassen. Feste Strukturen und Sichtschutz kommen zuerst, der Rasen zuletzt – aufwändige Beete und Pool können später folgen.
Wo lohnt sich Eigenleistung, wo nicht?
Eigenleistung lohnt sich bei Bepflanzung, Rasen und einfachen Wegen. Bei Bodenvorbereitung, Drainage und dem Unterbau von Terrasse und Einfahrt solltest du nicht sparen – Fehler an diesen Stellen sind später teuer zu beheben.
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