Regenwasser ist im Garten Gold wert – und beim Neubau die günstigste Gelegenheit, es nutzbar zu machen. Wer Zisterne, Versickerung und Leitungen schon in der Rohbauphase mitplant, spart später Trinkwasserkosten, schützt vor Staunässe und erfüllt oft gleich behördliche Auflagen. Wird der Bagger erst nach dem Einzug wieder bestellt, kostet dasselbe ein Vielfaches.
Warum die Rohbauphase der richtige Zeitpunkt ist
Eine Zisterne oder ein Regenwassertank muss eingegraben werden – solange der Bagger für die Hausfundamente ohnehin auf dem Grundstück steht, ist das ein kleiner Zusatzaufwand. Auch die Leerrohre für die spätere Gartenbewässerung liegen im offenen Graben fast kostenlos. Nach dem Pflastern der Einfahrt ist all das teuer und aufwändig.
Zisterne, Regenwassertank oder Versickerung – was wofür?
| Lösung | Zweck | Für wen |
|---|---|---|
| Zisterne (unterirdisch) | Regenwasser sammeln & nutzen (Garten, WC, Waschmaschine) | wer viel Wasser braucht, langfristig denkt |
| Regenwassertank (oberirdisch) | Gartenbewässerung, günstiger Einstieg | kleinere Gärten, geringeres Budget |
| Versickerung / Rigole | Regenwasser vor Ort versickern lassen | oft behördlich gefordert bei Neubau |
Häufig ist eine Kombination sinnvoll: Die Zisterne sammelt, der Überlauf geht in die Versickerung. So nutzt du das Wasser und erfüllst gleichzeitig die Auflage, es nicht in den Kanal zu leiten.
Behördliche Auflagen in Österreich
In vielen Gemeinden ist beim Neubau ein Versickerungsnachweis Pflicht – das Regenwasser vom Dach darf nicht einfach in den Kanal. Zudem gibt es je nach Bundesland und Gemeinde Förderungen für Regenwassernutzung und Entsiegelung. Kläre beide Punkte früh mit deiner Gemeinde, das beeinflusst die Planung.
Tipp: Wer die Zisterne groß genug plant, kann das Regenwasser nicht nur für den Garten, sondern auch für WC-Spülung und Waschmaschine nutzen – das senkt die Trinkwasserkosten spürbar über die Jahre.
Was kostet eine Zisterne?
Als grober Richtwert liegt eine eingebaute Zisterne (Tank + Erdarbeiten + Anschluss) je nach Größe und Nutzung im mittleren vierstelligen Bereich. Der Aufpreis in der Rohbauphase ist gering – die eigentlichen Kosten sind Tank und Grabung, und der Graben ist ohnehin offen. Ein oberirdischer Regenwassertank für die reine Gartenbewässerung ist deutlich günstiger.
Staunässe im Garten hat übrigens oft mit fehlender Versickerung und verdichtetem Boden zu tun – mehr dazu im Ratgeber Drainage im Garten.
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Häufige Fragen
Wann sollte ich beim Hausbau die Zisterne einplanen?
In der Rohbauphase, solange der Bagger und der offene Graben ohnehin da sind. Nachträglich ist der Einbau deutlich teurer, weil neu gegraben und oft schon Gepflastertes aufgerissen werden muss.
Was kostet eine Zisterne im Neubau?
Eine eingebaute Zisterne inklusive Tank, Erdarbeiten und Anschluss liegt je nach Größe meist im mittleren vierstelligen Bereich. In der Bauphase ist der Zusatzaufwand gering. Ein oberirdischer Regenwassertank für den Garten ist deutlich günstiger.
Ist eine Versickerung beim Neubau Pflicht?
In vielen österreichischen Gemeinden ja – das Regenwasser vom Dach darf nicht in den Kanal geleitet werden, ein Versickerungsnachweis ist erforderlich. Die genauen Vorgaben und mögliche Förderungen klärst du am besten früh mit deiner Gemeinde.
Kann ich Regenwasser auch im Haus nutzen?
Ja. Mit einer ausreichend großen Zisterne und der passenden Installation lässt sich Regenwasser für WC-Spülung und Waschmaschine nutzen – nicht nur für den Garten. Das senkt die Trinkwasserkosten und sollte in der Bauphase mitgeplant werden.
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