Gartenplanung & Kosten

Gartenplaner: Online-Tools im Vergleich

Janja Sukalia-Meleschnig
Janja Sukalia-Meleschnig
BSc Landschaftsplanung & -architektur
13. März 2026
Aktualisiert: 20. Juli 2026
7 Min Lesezeit

Du willst deinen Garten selbst planen, bevor du einen Profi beauftragst — oder einfach deine Ideen visualisieren? Gartenplaner-Software macht das möglich, von der kostenlosen Browser-App bis zum professionellen 3D-Tool. Wir vergleichen die besten Gartenplaner für österreichische Gartenbesitzer und zeigen, was sie wirklich können.

Online-Tools
Online-Tools
Kosten & Preise
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Funktionen
Funktionen
Für Einsteiger
Für Einsteiger

Warum lohnt sich ein digitaler Gartenplaner?

Handskizzen auf Millimeterpapier haben ihren Charme — aber digitale Gartenplaner bieten entscheidende Vorteile. Du siehst sofort, wie dein Garten in 3D wirkt, kannst Pflanzen per Drag-and-Drop verschieben und verschiedene Varianten durchspielen, ohne einen einzigen Spatenstich zu machen.

Besonders hilfreich: Gute Tools berechnen automatisch Pflanzabstände, Flächengrößen und Materialmengen. Das spart nicht nur Zeit, sondern vermeidet auch teure Fehlbestellungen. Wer seinen Garten vor dem Gespräch mit einem Gartengestalter digital plant, kann seine Wünsche viel präziser kommunizieren.

Laut einer Erhebung der Universität für Bodenkultur Wien nutzen bereits über 40 % der Gartenplaner in Österreich digitale Tools zumindest als Ergänzung zur klassischen Handzeichnung.

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Welche kostenlosen Gartenplaner gibt es?

Gardena My Garden ist der bekannteste kostenlose Gartenplaner im deutschsprachigen Raum. Das browserbasierte Tool ermöglicht es, Grundstücke maßstabsgetreu anzulegen, Beete, Wege und Rasenflächen zu platzieren und aus einer umfangreichen Pflanzenbibliothek zu wählen. Die 2D-Ansicht ist übersichtlich, eine 3D-Funktion fehlt allerdings.

Wer Wert auf eine österreichische Pflanzenauswahl legt, findet im kostenlosen Fiore Gartenplaner eine Alternative: Grundstück maßstabsgetreu zeichnen, aus über 200 heimischen Pflanzen wählen und den Plan bei Bedarf direkt von einer Landschaftsplanerin prüfen lassen – ohne Anmeldung.

Planner 5D bietet eine kostenlose Basisversion mit 3D-Visualisierung. Die Gartenelemente sind etwas generischer als bei Gardena, dafür lässt sich das gesamte Grundstück inkl. Haus modellieren. Die Bedienung ist intuitiv und funktioniert auch auf Tablets.

SketchUp Free (Web-Version) ist kein reiner Gartenplaner, aber ein mächtiges 3D-Modellierungstool. Über das 3D Warehouse lassen sich Gartenmöbel, Pflanzen und Zäune herunterladen. Die Lernkurve ist steiler, aber die Gestaltungsfreiheit unübertroffen.

Welche kostenpflichtigen Tools bieten mehr Funktionen?

iScape (ab ca. 20 €/Monat) setzt auf Augmented Reality: Du fotografierst deinen Garten und platzierst Pflanzen und Elemente direkt im Foto. Besonders hilfreich, um zu sehen, wie ein neuer Baum oder eine Hecke in der Realität wirken würde. Die App funktioniert auf iOS und Android.

Lands Design (ab 495 €/Jahr) ist ein professionelles Plugin für Rhino oder AutoCAD und richtet sich an Gartenplaner und Landschaftsarchitekten. Es enthält eine riesige Pflanzendatenbank mit Wachstumssimulation — du siehst, wie dein Garten in 5 oder 10 Jahren aussehen wird.

Vectorworks Landmark ist die Profisoftware für Landschaftsarchitektur. Die Kosten liegen bei mehreren Tausend Euro pro Jahr. Für Privatpersonen ist das Tool überdimensioniert, aber wenn du einen Gartenplaner beauftragst, arbeitet er möglicherweise damit.

gartenplaner — Welche kostenpflichtigen Tools bieten mehr Funktionen?

Gartenplaner-Apps für Smartphone und Tablet

Für die schnelle Ideensammlung unterwegs eignen sich mobile Apps besonders gut. Home Outside (iOS, ca. 5 €) bietet eine übersichtliche 2D-Planung mit vorgefertigten Pflanzenschablonen. Die App ist simpel, aber für eine erste Konzeptskizze völlig ausreichend.

Garden Planner von Artifact Interactive (ca. 30 € einmalig) gibt es als Desktop-Software und Web-App. Die Stärke liegt in der umfangreichen Symbolbibliothek und den exakten Maßangaben. Du kannst Gartenbereiche mit konkreten Quadratmeterangaben planen.

Tipp: Nutze die kostenlosen Testversionen verschiedener Tools, bevor du dich festlegst. Die Bedienung ist oft Geschmackssache, und was für den einen intuitiv ist, kann für den anderen umständlich sein.

Worauf sollte ich bei der Auswahl achten?

Die wichtigsten Kriterien bei der Wahl eines Gartenplaners sind: Bedienbarkeit (wie schnell kommst du zu einem brauchbaren Ergebnis?), Pflanzendatenbank (enthält sie Pflanzen, die in Österreich winterhart sind?) und Exportmöglichkeiten (kannst du den Plan ausdrucken oder als PDF exportieren?).

Achte besonders auf die Maßstabstreue. Nur wenn du dein Grundstück mit den korrekten Abmessungen eingeben kannst, sind die Planungsergebnisse realistisch. Tools, die nur mit ungefähren Größen arbeiten, sind für die konkrete Umsetzung wenig hilfreich.

Für österreichische Nutzer ist relevant, ob die Pflanzendatenbank mitteleuropäische Arten enthält. Viele US-basierte Tools listen hauptsächlich Pflanzen, die in unseren Breiten nicht winterhart sind.

Wie erstelle ich mit einem Gartenplaner einen guten Plan?

Beginne immer mit dem Bestand: Miss dein Grundstück exakt aus (oder verwende den Katasterplan) und trage vorhandene Elemente ein — Haus, Garage, bestehende Bäume, Leitungen und Kanaldeckel. Erst dann startest du mit der Neugestaltung.

Arbeite in Schichten: Zuerst die Raumstruktur (Wege, Terrasse, Beete als Flächen), dann die Höhenstruktur (Bäume, Hecken, Mauern) und zuletzt die Detailbepflanzung (Stauden, Gräser, Bodendecker). So verlierst du nicht den Überblick.

Speichere mehrere Varianten ab und vergleiche sie. Oft hilft es, den Plan ein paar Tage ruhen zu lassen und mit frischem Blick zu überarbeiten. Zeige den Entwurf auch Freunden oder Familie — Außenstehende sehen oft Dinge, die man selbst übersieht.

gartenplaner — Wie erstelle ich mit einem Gartenplaner einen guten Plan?

Kann ein Online-Tool den Gartenprofi ersetzen?

Kurze Antwort: Nein — aber es ist eine hervorragende Ergänzung. Online-Gartenplaner helfen dir, deine Wünsche zu visualisieren und ein Gefühl für Proportionen zu entwickeln. Was sie nicht können: Bodenanalysen interpretieren, Entwässerung planen oder Pflanzenwissen ersetzen.

Die größte Gefahr bei reiner Selbstplanung: Du übersiehst Aspekte wie Sonnenverlauf, Windexposition, Bodenverhältnisse oder Wurzelkonkurrenz. Ein erfahrener Gartenplaner berücksichtigt all das automatisch, weil er es dutzende Male gesehen hat.

Die ideale Kombination: Du planst deinen Garten grob mit einem Online-Tool und bringst den Entwurf zum professionellen Erstgespräch mit. So sparst du Beratungszeit und der Profi kann direkt auf deine konkreten Vorstellungen eingehen.

Gartenplaner im Vergleich: Welches Tool passt zu wem?

Für Einsteiger, die einen schnellen Überblick wollen: Gardena My Garden (kostenlos, browserbasiert, einfach). Für ambitionierte Hobby-Gärtner, die in 3D planen wollen: Planner 5D oder iScape. Für Profis und sehr detaillierte Planung: SketchUp, Lands Design oder Vectorworks.

Wenn du primär die Bepflanzung planen willst, ist ein spezialisiertes Pflanztool wie der Plantura Beetplaner oft hilfreicher als ein allgemeiner Gartenplaner. Er schlägt passende Pflanzpartner vor und berücksichtigt Standortbedingungen.

Am Ende gilt: Das beste Tool ist jenes, das du tatsächlich nutzt. Eine einfache Handskizze, die umgesetzt wird, ist wertvoller als ein perfekter 3D-Plan, der in der Schublade liegt.

Häufige Fragen

Welcher Gartenplaner ist komplett kostenlos?

Gardena My Garden und die Basisversion von Planner 5D sind dauerhaft kostenlos. Auch SketchUp Free ist kostenlos, benötigt aber ein Nutzerkonto. Ganz ohne Anmeldung nutzbar ist der Fiore Gartenplaner mit österreichischer Pflanzendatenbank.

Kann ich mit einem Gartenplaner auch die Kosten berechnen?

Die meisten kostenlosen Tools bieten keine Kostenberechnung. Lands Design und einige Profi-Tools können Materialmengen und Pflanzenanzahlen exportieren, die du dann für die Kostenschätzung nutzt.

Brauche ich 3D oder reicht 2D?

Für die reine Flächenplanung reicht 2D völlig aus. 3D hilft vor allem bei der Beurteilung von Höhenverhältnissen — also wenn Mauern, Hecken oder Bäume eine wichtige Rolle spielen.

Kann ich meinen Plan dem Gärtner direkt weitergeben?

Ja, die meisten Tools exportieren als PDF oder Bild. Ein professioneller Gartengestalter wird den Plan als Grundlage nehmen, aber einen eigenen Ausführungsplan erstellen.

Gibt es Gartenplaner mit österreichischer Pflanzendatenbank?

Ja: Der kostenlose Fiore Gartenplaner nutzt eine speziell für Österreich zusammengestellte Datenbank mit über 200 Pflanzen – inklusive Saison-Ansicht, Standortangaben und der Möglichkeit, den fertigen Plan prüfen zu lassen. Gardena und Plantura decken mitteleuropäische Pflanzen ebenfalls gut ab.

Wie genau muss ich mein Grundstück ausmessen?

Für eine sinnvolle Planung brauchst du Maße mit maximal 10 cm Abweichung. Am einfachsten: Lade den Katasterplan deiner Gemeinde herunter und nutze ihn als Grundlage.

Funktionieren Gartenplaner auch am Handy?

Apps wie iScape und Home Outside sind speziell fürs Handy entwickelt. Browserbasierte Tools wie Gardena My Garden funktionieren am Handy eingeschränkt — ein Tablet oder Computer ist empfehlenswert.

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Janja Sukalia-Meleschnig
Janja Sukalia-Meleschnig
BSc Landschaftsplanung & -architektur

Studierte Landschaftsplanerin (BSc Landschaftsplanung und -architektur) mit mehrjähriger Praxiserfahrung in Gartenbaubetrieben — Schwerpunkt klimaangepasste Bepflanzung und nachhaltige Gartengestaltung. Janja plant Gärten in ganz Österreich — online und vor Ort in Kärnten und der Steiermark.

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