Du überlegst, dir einen Naturpool oder Schwimmteich in deinen steirischen Garten zu bauen? Dann stehst du vor einer ganzen Reihe von Entscheidungen: Naturpool oder Schwimmteich — was ist der Unterschied? Was kostet das realistisch? Brauchst du eine Baugenehmigung? Welche Pflanzen gehören in die Regenerationszone? Und warum solltest du die Gartenplanung VOR dem Poolbau machen, nicht danach?
Dieser Ratgeber beantwortet alle diese Fragen — zugeschnitten auf die Steiermark, mit steirischen Genehmigungsregeln, regionalen Kostenrahmen und Pflanzen, die in unserem Klima funktionieren.
Naturpool vs. Schwimmteich: Was ist der Unterschied?
Die Begriffe werden oft synonym verwendet, meinen aber zwei unterschiedliche Systeme. Der Unterschied liegt in der Wasseraufbereitung und der Optik.
Schwimmteich
Ein Schwimmteich ist ein biologisch gereinigtes Gewässer, das komplett ohne Technik oder mit minimaler Technik auskommt. Das Wasser wird ausschließlich durch Pflanzen und Mikroorganismen gefiltert. Ein Schwimmteich sieht aus wie ein natürlicher Teich — mit Uferzone, Schilfbereichen und sichtbarer Bepflanzung. Du schwimmst buchstäblich in einem lebendigen Ökosystem.
Aufbau eines Schwimmteichs (Zonen-System nach FLL):
- Zone 1 — Schwimmbereich: Mindestens 1,3 Meter tief, idealerweise 2 Meter. Klares, pflanzenfreies Wasser.
- Zone 2 — Regenerationszone (flach): 10 bis 60 Zentimeter tief. Hier stehen die Filterpflanzen — Schilf, Binsen, Unterwasserpflanzen. Diese Zone reinigt das Wasser biologisch.
- Zone 3 — Tiefwasserzone der Regeneration: 60 bis 130 Zentimeter. Unterwasserpflanzen, die Nährstoffe binden.
- Zone 4 — Sumpfzone/Ufer: Übergang zum Garten. Feuchtpflanzen, Uferbepflanzung.
Wichtig: Die Regenerationszone muss mindestens genauso groß sein wie der Schwimmbereich — bei einem reinen Schwimmteich ohne Technik sogar größer. Das bedeutet: Ein Schwimmteich mit 30 Quadratmeter Schwimmfläche braucht insgesamt 60 bis 80 Quadratmeter Gesamtfläche.
Naturpool
Ein Naturpool kombiniert biologische Filterung mit technischer Unterstützung. Die Optik ist poolähnlich: klare Beckenränder, oft geradlinig, das Wasser wirkt wie in einem konventionellen Pool — nur ohne Chlor. Die Filterung übernimmt ein separater Filterbereich (oft als Kiesfilter oder Biofilter außerhalb des Schwimmbereichs), manchmal unterstützt durch eine Umwälzpumpe und einen Phosphatfilter.
Der Vorteil: Du brauchst weniger Fläche als beim Schwimmteich, weil der Filterbereich technisch optimiert ist. Ein Naturpool mit 30 Quadratmeter Schwimmfläche kommt mit 40 bis 50 Quadratmeter Gesamtfläche aus.
Der Nachteil: Mehr Technik bedeutet mehr Wartung und höhere laufende Kosten (Strom, Filtermedien).
Und der konventionelle Pool?
Der Vollständigkeit halber: Ein konventioneller Pool filtert das Wasser mit Chlor oder Salzelektrolyse. Keine Pflanzen, keine Biologie. Geringster Platzbedarf, geringste Anschaffungskosten, aber laufende Kosten für Chemie, Strom und Wartung. Und: Ein Chlorpool ist ein Fremdkörper im Garten — er trägt nichts zur Ökologie bei und schränkt die Bepflanzung im Umfeld ein (Chlorwasser vertragen die wenigsten Pflanzen).
Die Entscheidungsmatrix
| Kriterium | Schwimmteich | Naturpool | Konventioneller Pool |
|---|---|---|---|
| Platzbedarf (30 m² Schwimmfläche) | 60–80 m² | 40–50 m² | 35–40 m² |
| Wasserqualität | Natürlich klar, nicht steril | Klar, poolähnlich | Steril, gechlort |
| Chemie | Keine | Keine | Ja |
| Ökologischer Wert | Hoch (Biotop) | Mittel | Keiner |
| Optik | Naturteich | Pool mit Bio-Filter | Klassischer Pool |
| Laufende Kosten/Jahr | 200–500 EUR | 500–1.200 EUR | 800–1.500 EUR |
| Lebensdauer | 30+ Jahre | 20–30 Jahre | 15–20 Jahre |
Was kostet ein Naturpool oder Schwimmteich in der Steiermark?
Die Kosten variieren stark, abhängig von Größe, Bauweise, Zugänglichkeit des Grundstücks und gewähltem Anbieter. Hier sind realistische Kostenrahmen für die Steiermark (Stand 2026):
Anschaffungskosten
| Typ | Größe (Schwimmfläche) | Kostenrahmen |
|---|---|---|
| Schwimmteich (Kategorie 1–2, wenig Technik) | 25–40 m² | 40.000 – 80.000 EUR |
| Schwimmteich (Kategorie 3–4, mit Technik) | 25–40 m² | 50.000 – 100.000 EUR |
| Naturpool | 25–35 m² | 30.000 – 70.000 EUR |
| Konventioneller Pool | 20–35 m² | 25.000 – 50.000 EUR |
Warum die Spanne so groß ist: Ein Schwimmteich, der in einen ebenen Garten mit guter Zufahrt gegraben wird, ist deutlich günstiger als einer in Hanglage mit schwierigem Zugang. Folienabdichtung (EPDM) ist günstiger als Betonbecken. Und je mehr Eigenleistung du einbringst (Erdarbeiten, Pflanzsetzung), desto mehr sparst du.
Kostenfallen, die niemand erwähnt
- Aushub und Entsorgung: 500 bis 2.000 Euro allein für den Erdaushub. Wenn der Boden lehmig oder steinig ist (typisch in Teilen der Steiermark), steigen die Kosten.
- Wasseranschluss und Erstbefüllung: Ein 50-Quadratmeter-Schwimmteich braucht rund 75.000 Liter Wasser. Die Erstbefüllung mit Leitungswasser kostet je nach Gemeinde 150 bis 300 Euro.
- Umfeldbepflanzung: Der Schwimmteich selbst sieht nackt aus ohne passende Gartenbepflanzung drum herum. Diese Kosten werden oft vergessen — rechne mit 3.000 bis 8.000 Euro für die gartengestalterische Einbettung.
- Einwinterung: Im ersten Jahr braucht der Schwimmteich besondere Aufmerksamkeit beim Einwintern. Ein Eisfreihalter kostet ab 50 Euro, Abdecksysteme ab 500 Euro.
Bepflanzung der Regenerationszone: Welche Pflanzen reinigen dein Wasser?
Die Regenerationszone ist das Herzstück des biologischen Filtersystems. Die richtige Pflanzenwahl entscheidet darüber, ob dein Schwimmteich klares Wasser hat — oder zur Algensuppe wird.
Schilfarten und Uferpflanzen (Zone 2, 10–60 cm Wassertiefe)
- Gemeines Schilf (Phragmites australis): Der effizienteste Nährstoffzehrer. Bindet Stickstoff und Phosphat, wächst schnell, ist absolut winterhart. Nachteil: Kann sich stark ausbreiten — mit Rhizomsperre pflanzen.
- Rohrkolben (Typha latifolia): Ebenfalls sehr effizient bei der Nährstoffbindung. Die markanten braunen Kolben sind dekorativ. In kleinen Schwimmteichen die schmalblättrige Art (Typha angustifolia) bevorzugen.
- Kalmus (Acorus calamus): Duftend, dekorativ, guter Nährstoffzehrer. Winterhart bis Zone 4. Heimisch und ökologisch wertvoll.
- Schwertlilie (Iris pseudacorus): Leuchtend gelbe Blüten im Mai/Juni. Heimisch, robust, reinigt das Wasser. In der Steiermark häufig an natürlichen Gewässern zu finden.
- Binsen (Juncus effusus): Immergrün, anspruchslos, bildet dichte Horste. Ideal für die Randzonen.
Unterwasserpflanzen (Zone 3, 60–130 cm Wassertiefe)
Unterwasserpflanzen sind die eigentlichen Wasserreiniger. Sie binden Nährstoffe direkt aus dem Wasser und produzieren Sauerstoff, der das Algenwachstum hemmt.
- Hornblatt (Ceratophyllum demersum): Schwimmend, wurzellos, extrem effizient bei der Nährstoffbindung. Die wichtigste Unterwasserpflanze für Schwimmteiche.
- Tausendblatt (Myriophyllum spicatum): Fein gefiederte Blätter, sauerstoffreich, winterhart. Heimisch in österreichischen Gewässern.
- Wasserpest (Elodea canadensis): Starker Sauerstoffproduzent, wächst schnell. Kann sich aber stark ausbreiten — regelmäßig ausdünnen.
- Laichkraut (Potamogeton natans): Schwimmblätter und Unterwasserblätter, bietet Wasserinsekten Lebensraum. Heimisch.
Seerosen und Schwimmblattpflanzen
- Seerose (Nymphaea-Hybriden): Die Krone jedes Schwimmteichs. Für die Steiermark sind winterharte Sorten entscheidend — die meisten im Handel erhältlichen Hybriden sind winterhart bis Zone 4. Seerosen beschatten die Wasseroberfläche und reduzieren damit Algenwachstum. Pflanztiefe: 40 bis 80 Zentimeter.
- Froschbiss (Hydrocharis morsus-ranae): Kleine Schwimmpflanze, heimisch, winterhart. Bildet im Sommer dichte Schwimmdecken, die Algen unterdrücken.
Feuchtzonen-Pflanzen (Zone 4, Uferbereich)
Der Übergang vom Schwimmteich zum Garten braucht Pflanzen, die feuchte Füße vertragen, aber nicht im Wasser stehen:
- Blutweiderich (Lythrum salicaria): Leuchtend rosa Blütenkerzen von Juni bis September. Heimisch, winterhart, bienenfreundlich.
- Mädesüß (Filipendula ulmaria): Cremeweiße Blüten, duftet nach Honig. Typisch für steirische Feuchtwiesen.
- Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis palustris): Himmelblaue Blüten, kompakt, bodendeckend. Ideal für den Uferrand.
Genehmigung in der Steiermark: Was du wissen musst
Die Genehmigungspflicht für Schwimmteiche und Naturpools ist in der Steiermark durch zwei Gesetze geregelt: das Steiermärkische Baugesetz und das Wasserrechtsgesetz (Bund).
Steiermärkisches Baugesetz
- Schwimmbecken und Pools bis 50 Kubikmeter Inhalt und maximal 1,5 Meter Tiefe: meldepflichtig, aber nicht bewilligungspflichtig (§ 21 Stmk. BauG). Du musst die Gemeinde informieren, brauchst aber keine Baugenehmigung.
- Schwimmbecken über 50 Kubikmeter oder tiefer als 1,5 Meter: bewilligungspflichtig. Ein Schwimmteich mit 2 Meter Tiefe und 40 Quadratmeter Fläche hat rund 60 Kubikmeter — damit bist du bewilligungspflichtig.
- Schwimmteiche als Gartenteich: Werden von manchen Gemeinden anders eingestuft als Schwimmbecken. Die Definition hängt von der Bauweise ab — ein foliierter Teich wird manchmal als Geländemodellierung eingestuft, nicht als Bauwerk. Kläre das mit deiner Baubehörde im Vorfeld.
Wasserrechtsgesetz (Bund)
- Grundwasser: Wenn du beim Aushub ins Grundwasser kommst (in Mur-nahen Lagen in der Steiermark durchaus möglich), brauchst du eine wasserrechtliche Bewilligung bei der Bezirkshauptmannschaft.
- Einleitung: Wenn Wasser aus dem Schwimmteich in einen Vorfluter (Bach, Kanal) eingeleitet wird, ist das wasserrechtlich relevant.
- Regenwassereinspeisung: Die Befüllung und Nachspeisung mit Regenwasser ist wasserrechtlich unproblematisch und ökologisch sinnvoll.
Praktische Empfehlung
Geh vor dem Bau mit deinem Plan zur Baubehörde deiner Gemeinde und kläre:
- Ist der Schwimmteich/Naturpool meldepflichtig oder bewilligungspflichtig?
- Gibt es im Bebauungsplan Einschränkungen für Wasserflächen?
- Ist der Grundwasserstand bekannt?
Ein informelles Vorgespräch kostet nichts und spart böse Überraschungen.
Pflege übers Jahr: Was nach dem Bau auf dich zukommt
Ein Naturpool oder Schwimmteich ist kein wartungsfreies System. Der Pflegeaufwand ist aber überschaubar, wenn du die saisonalen Arbeiten kennst.
Frühling (März–Mai)
- Technikcheck: Pumpen und Filter in Betrieb nehmen, Leitungen auf Frostschäden prüfen
- Pflanzenschnitt: Abgestorbene Schilf- und Grashalme zurückschneiden (nicht zu früh — sie bieten Insekten Winterquartier)
- Algenkontrolle: Fadenalgen von Hand entfernen. Im Frühling ist ein Algenbloom normal — er reguliert sich, sobald die Unterwasserpflanzen wieder aktiv werden (meist ab Mai)
- Wasserstand: Nach dem Winter oft niedrig — auffüllen
Sommer (Juni–August)
- Fadenalgen: Regelmäßig abfischen, besonders bei Hitze. In heißen Sommern (in der Steiermark mittlerweile Standard) steigt die Wassertemperatur, was Algenwachstum fördert.
- Wasserpflanzen ausdünnen: Unterwasserpflanzen, die zu dicht werden, zurückschneiden und entfernen. Biomasse immer AUS dem Teich nehmen — sonst verrotten die Pflanzen im Wasser und setzen Nährstoffe frei.
- Laubschutz: Wenn Bäume in der Nähe stehen, kann ein Oberflächenskimmer oder eine einfache Laubabdeckung Einträge reduzieren.
Herbst (September–November)
- Laubschutz: Laubnetz über den Schwimmteich spannen, sobald der Laubfall beginnt. Laub im Wasser ist die Hauptursache für Nährstoffüberschuss.
- Pflanzenrückschnitt: Seerosen-Blätter entfernen, wenn sie braun werden. Schilfhalme stehen lassen — sie belüften das Wasser unter dem Eis.
- Technik einwintern: Pumpen entnehmen oder frostsicher lagern
Winter (Dezember–Februar)
- Eisfreihalter: In der Steiermark friert ein Schwimmteich regelmäßig zu. Ein Eisfreihalter (Styroporring mit Belüftung) sorgt dafür, dass Faulgase entweichen können. Ohne Eisfreihalter können Fische und Mikroorganismen ersticken.
- Kein Schnee auf dem Eis: Schnee auf der Eisfläche verhindert, dass Licht zu den Unterwasserpflanzen kommt. Wenn möglich, die Schneedecke teilweise entfernen.
Warum Gartenplanung VOR dem Poolbau kommt
Das ist der Fehler, den wir am häufigsten sehen: Jemand lässt einen Pool bauen, und danach soll der Rest des Gartens drum herum geplant werden. Das Ergebnis ist fast immer unbefriedigend.
Das Problem
- Leitungsführung: Bewässerungsleitungen, Elektrokabel, Drainagen — alles muss VOR dem Poolbau verlegt werden. Nachträglich aufgraben ist teuer und zerstört fertige Flächen.
- Bepflanzung: Welche Pflanzen stehen neben dem Pool? Laubbäume über dem Schwimmteich sind eine Katastrophe (ständiger Laubeintrag). Nadelgehölze sind kaum besser (Nadeln sinken ab und verrotten). Die richtige Bepflanzung rund um den Pool muss von Anfang an mitgedacht werden.
- Proportionen: Ein Pool, der ein Drittel des Gartens einnimmt, lässt keinen Raum für Pflanzflächen, Sitzplatz oder Spielbereich. Die Gesamtplanung muss stimmen.
- Höhenverlauf: Gefälle, Entwässerung, Terrassierung — das alles hängt zusammen. Wer den Pool zuerst baut und dann den Garten plant, steht oft vor unlösbaren Höhenproblemen.
Die richtige Reihenfolge
- Gesamtkonzept für den Garten erstellen — inklusive Pool-Position, -Größe und Umfeldbepflanzung
- Leitungen und Erdarbeiten — alles in einem Schritt
- Poolbau
- Hardscape (Wege, Terrasse, Mauern)
- Bepflanzung
Ein Gartenkonzept von Fiore Garten beinhaltet die Gesamtplanung — Pool inklusive. So vermeidest du teure Nachbesserungen.
Steirische Anbieter-Landschaft: Wer baut Naturpools?
In der Steiermark gibt es eine Handvoll spezialisierter Anbieter für Schwimmteiche und Naturpools. Ohne Namen zu nennen (denn wir sind Gartenplaner, keine Vermittlungsplattform), hier eine Orientierung:
- Spezialisierte Schwimmteichbauer: 3 bis 5 Betriebe in der Steiermark, die sich auf biologische Schwimmanlagen spezialisiert haben. Erkennst du daran, dass sie nach den FLL-Richtlinien arbeiten und eine Referenzliste vorweisen können.
- Garten- und Landschaftsbauer mit Poolerfahrung: Breiteres Angebot, aber nicht immer spezialisiert auf biologische Systeme. Für Naturpools (die mehr Technik beinhalten) oft eine gute Wahl.
- Konventionelle Poolbauer: Bauen auch Naturpools, oft mit Fertigbecken-Ansatz. Günstiger, aber die biologische Kompetenz ist nicht immer vorhanden.
- Eigenleistung: Möglich, aber riskant. Die Folienverlegung und die Zonierung sind fehleranfällig. Wenn die Regenerationszone falsch dimensioniert ist, hast du ein teures Algenproblem.
Unser Tipp: Lass dir von mindestens drei Anbietern ein Angebot machen. Achte darauf, dass das Angebot die Bepflanzung der Regenerationszone inkludiert — nicht nur den Rohbau. Und: Hol dir eine unabhängige Gartenplanung, bevor du Angebote einholst. So vergleichst du Äpfel mit Äpfeln.
Häufig gestellte Fragen zu Naturpools und Schwimmteichen in der Steiermark
Was ist günstiger — Naturpool oder Schwimmteich?
In der Anschaffung ist der Naturpool meist günstiger (ab ca. 30.000 Euro), weil er weniger Fläche braucht. Der Schwimmteich kostet mehr (ab ca. 40.000 Euro), hat aber geringere laufende Kosten, weil er weniger Technik benötigt. Über 20 Jahre gerechnet liegen beide ähnlich.
Wie viel Platz brauche ich für einen Schwimmteich?
Mindestens 50 bis 60 Quadratmeter Gesamtfläche für einen kleinen Schwimmteich mit 25 Quadratmeter Schwimmfläche. Für komfortables Schwimmen (35+ m² Schwimmfläche) rechne mit 70 bis 100 Quadratmeter Gesamtfläche. Naturpools kommen mit 30 bis 40 Prozent weniger Fläche aus.
Kann ich im Schwimmteich im Winter schwimmen?
Technisch ja (Eisbaden ist ein Trend), aber der Schwimmteich friert in der Steiermark in den meisten Wintern zu. Das ist für das Ökosystem normal und sogar wichtig — die Eisdecke schützt die Unterwasserpflanzen vor extremer Kälte. Kein Eis aufhacken.
Wie lange dauert der Bau eines Schwimmteichs?
Von der Planung bis zum ersten Bad: 3 bis 6 Monate. Der Bau selbst dauert 4 bis 8 Wochen, abhängig von Wetter und Größe. Die Einfahrphase (bis das biologische System stabil läuft) dauert 1 bis 2 Monate nach der Befüllung. Ideal: Im Herbst bauen, im Frühling das erste Mal schwimmen.
Welche Wassertemperatur erreicht ein Schwimmteich in der Steiermark?
Im Hochsommer (Juli/August) typischerweise 22 bis 26 Grad — abhängig von Tiefe und Beschattung. Damit ist ein Schwimmteich vergleichbar mit einem unbeheizten konventionellen Pool. In besonders heißen Sommern können auch 28 Grad erreicht werden, was allerdings die Algenbildung fördert.
Darf ich Fische in den Schwimmteich setzen?
Nicht empfehlenswert. Fische produzieren Nährstoffe (Kot), die das Algenwachstum fördern und das biologische Gleichgewicht stören. Wenn du Fische willst, brauchst du einen separaten Teich — nicht den Schwimmteich.
Fazit: Naturpool oder Schwimmteich — aber bitte mit Plan
Ein Naturpool oder Schwimmteich ist eine Investition in Lebensqualität — und in deinen Garten. Die Kosten sind höher als bei einem konventionellen Pool, aber du bekommst dafür ein System, das ohne Chemie auskommt, ökologischen Wert hat und bei richtiger Pflege Jahrzehnte hält.
Der entscheidende Punkt: Plane den Garten als Ganzes, bevor du den Pool baust. Die Bepflanzung rund um den Schwimmteich, die Leitungsführung, das Gefälle, die Sichtachsen — das alles hängt zusammen. Ein nachträglich um den Pool herum geplanter Garten ist immer ein Kompromiss.
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Dieser Ratgeber wurde von unserer Gartenbau-Expertin (BSc) verfasst und basiert auf den FLL-Richtlinien für Schwimmteiche und Naturpools, dem Steiermärkischen Baugesetz, dem Wasserrechtsgesetz sowie Praxiserfahrung in der Gartenplanung in der Steiermark.
Weiterführende Ratgeber:
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